Das ‚heilige Parkhaus‘ wird saniert

St. Wilhelm Berlin-Spandau
Ein Bau mit vielen Namen: St. Wilhelm in Berlin-Spandau (Bild: Bodo Kubrak, gemeinfrei, Public Domain)

Die St. Wilhelmskirche in Berlin-Spandau wird von ihrem Pfarrer liebevoll ‚das heilige Parkhaus‘ genannt, wegen seiner modernen Ästhetik und weil man hier – ganz bildlich gesprochen – die Seele parken und stärken könne. Nun stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz der Kirche umfangreiche Mittel für die Restaurierung zur Verfügung.

Die katholische Kirche wurde 1965 eingeweiht. Entworfen wurde sie von Ulrich Craemer, der für den Bau moderne Werkstoffe wählte, die ansonsten vor allem aus ganz profanen Gebäuden wie eben Parkhäusern bekannt sind. Der reduzierte klare Stahlbeton-Skelettbau aus Ortbeton hat ein Flachdach und große Fensterflächen aus Aluminium-Rahmenfenstern. Dank der waagerechten Betonlamellen im Innenraum gelangt das Licht nur indirekt hinein und erzeugt dort einen hellen Raum. Davon ist Pfarrer Zimmermann besonders begeistert: „Das unterschiedliche Licht zaubert immer wieder eine andere Atmosphäre.“ Wegen der besonderen Materialien und der außergewöhnlichen Lichtführung steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert nun die Sanierung der Außenfassade. Mehr zum Kirchenbau der Nachkriegsmoderne gibt es auch im mR-Herbstheft. (ps, 22.1.16)