Regensburg, Jahnstadion 2017 (Bild, S. Schörgenz)

Das Jahnstadion ist Vergangenheit

Das Jahnstadion ist Vergangenheit

Regensburg, Jahnstadion 2017 (Bild, S. Schörgenz)
Das Jahnstadion 2017: Die Tribüne fällt, der Anzeigenturm bleibt stehen (Bild: S. Schörgenz)

Als es 1926-31 gebaut wurde, stand es auf der grünen Wiese, mittlerweile ist die Stadt Regensburg an das alte Jahnstadion herangewachsen. Nun wird die Sportstätte, in der der heutige Fußball-Drittligist SSV Jahn Regensburg bis zum Juli 2015 seine Heimspiele austrug, abgerissen. An ihrer Stelle soll ein neues Grundschulzentrum entstehen. Der SSV Jahn Regensburg ist bereits im Juli 2015 in die neue Continental-Arena in den Stadtteil Isling umgezogen, seither lag das alte, 12.500 Zuschauer fassende Stadion brach.

Ex-Nationalspieler „Aki“ Schmidt begann bei Jahn Regensburg 1968 seine Trainerkarriere. Die 1931 errichtete, damals hochmoderne Regensburger Tribüne fällt wie der Rest des Stadions. Erhalten bleibt jedoch der sogenannte „Jahnturm“, von dem aus bis zuletzt der Spielstand angezeigt wurde: Er soll nun in das neue Schulzentrum integriert werden. Pläne, den Turm ins neue Stadion zu translozieren, zerschlugen sich während der Bauphase. Tatsächlich war die alte Regensburger Anlage einst sogar olympische Spielstätte: Sechs Spiele des Fußballturniers 1972 wurden hier ausgetragen. Im DFB-Pokal traten in den Gästeteams unter anderem Lichtgestalt Franz Beckenbauer an, Bastian Schweinsteiger pflügte den Oberpfälzer Rasen und auch Günter Netzer spielte seine tödlichen Pässe. (db, 2.3.17)