Das Kölner Funkhaus wird fallen

Köln, Hochhäuser Deutschlandfunk und Deutsche Welle (© Raimond Spekking/CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)))
Links bleibt, rechts geht: Köln, Hochhäuser Deutschlandfunk und Deutsche Welle (© Raimond Spekking/CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons))

2016 soll es jetzt so weit sein: Das Kölner Funkhaus der Deutschen Welle am Radeberggürtel wird gesprengt. Errichtet wurde das Doppelhochhaus zwischen 1974 und 1980 von der Planungsgruppe Stieldorf. In direkter Nachbarschaft erstellten Gerhard Weber + Partner das brutalistische Hochhaus für den Deutschlandfunk. Letzteres bleibt, ersteres soll gehen. Denn seit 2003 steht der Bau leer, die Deutsche Welle hat ihren neuen Sitz im Bonner Schürmannbau bezogen. Hinzu kam die Nachricht, das Funkhaus sei mit Spritzasbest belastet.

Mit den Jahren waren die Umnutzungsvorschläge durch sehr konkrete Abriss- und Neubaupläne abgelöst werden. Nun meldet der Kölner Stadt-Anzeiger Details zum bevorstehenden Abriss: „Die Investoren Bauwens und Wohnkompanie wollen auf dem Areal 750 neue Wohnungen bauen.“ Dafür soll das 318 Meter hohe Doppelhochhaus zunächst von den Schadstoffen befreit und dann gesprengt werden. Die Sprengladungen würden – in den Geschossebenen leicht zeitversetzt – an einem Sonntag um 10 Uhr hochgehen, da sei erfahrungsgemäß am wenigsten los. Noch steht die behördliche Genehmigung für diese Arbeiten aus. (kb, 9.6.15)