Das Lehmbruck-Museum wird 50

Duisburg, Lehmbruck-Museum, Lehmbruck-Trakt, 1964 (Bild: Lehmbruck-Museum)
1964 wurde das Duisburger Lehmbruck-Museum – hier der Lehmbruck-Trakt – eingeweiht (Bild: Lehmbruck-Museum)

Der Sohn hat es eigens für die Plastiken seines Vaters entworfen. Im Jahr 1964 wurde in Duisburg das Museum eingeweiht, das der Architekt Manfred Lehmbruck (1913-92) für das Werk des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) gestaltet hatte. Ganz im Sinn des Internationalen Stils verband der hochmoderne Komplex die helle Große Glashalle und den in die Erde eingegrabenen Lehmbruck-Trakt mit gewölbten Betonwänden. Im Jahr 1987 erweiterte man das Lehmbruck-Museum schließlich um einen Anbau.

Zum 50-jährigen Jubiläum des Museums wurde nun die ursprüngliche Aufstellung der Lehmbruck-Plastiken wiederhergestellt und um neue Impulse bereichert. Unter dem Titel „Sculpture 21st“ ergänzen zeitgenössische Künstler wie Tino Sehgal, Monika Sosnowska oder Erwin Wurm die Präsentation. Im unteren Bereich des Lehmbruck-Trakts wird zudem eine Dokumentation der Museumsgeschichte gezeigt. Und nicht zuletzt inszenierte das raumlabor berlin weitere Artefakte des 20. Jahrhunderts – von Hans Arp bis zu Pablo Picasso – unter dem Titel „Geister der Moderne“. (kgb, 22.6.14)