Zwenkau, Haus Rabe (Foto: Wolfgang Junius, 2018, Quelle: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen)

Das moderne Sachsen

Noch bis zum 5. April haben Sie Gelegenheit, die „Architektur der Moderne in Sachsen“ trockenen Fußes zu erkunden: Die diesjährige Jahresausstellung des dortigen Landesamts für Denkmalpflege widmet sich im Ständehaus Dresden (Schloßplatz 1, Ergeschoss), das Bauhausjahr lässt grüßen, den letzten rund 100 Jahren Baukunst im Freistaat. In den gezeigten Fotografien und Texten wird der Blick geöffnet auch für Vorläufer und parallele Entwicklungen zur Architekturmoderne des frühen 20. Jahrhunderts.

Das Konrad-Wachsmann-Haus (Direktorenwohnhaus) Niesky etwa, 1927 gestaltet vom Architekten Konrad Wachsmann (1901-80), steht in besonderer Weise für die Industrialisierung des Holzbaus: Neben dem Sommerhaus für Albert Einstein in Caputh bei Potsdam bildet es den einzigen in Deutschland erhaltenen Holzbau Wachsmanns, den er zudem in Niesky zum einzigen Mal in Blockbauweise durchführte. Ebenso kommen Kirchen in den Blick der Ausstellung – darunter die zugleich als Kriegergedächtnisort gestaltete katholische Kirche St. Bonifatius oder die kubisch anmutende evangelische Versöhnungskirche, errichtet nach Entwürfen des Architekten Heinrich Grotjahn (1887-1962). Noch mehr über diese und andere in der Ausstellung präsentierten Bauten erfahren Sie in der Begleitbroschüre zur Ausstellung, die online kostenlos zum Download oder zur Bestellung bereit steht. (kb, 14/15.2.19)


Titelmotiv: Zwenkau, Haus Rabe (Foto: Wolfgang Junius, 2018, Quelle: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen), Bildnachweis der Bildergalerie öffnet beim Klick auf das jeweilige Motiv