Der geplante Abriss des 1968 errichteten Wittwer-Hauses am Kleinen Schlossplatz in Stuttgart schlägt gerade hohe Wellen. Der sich auftuende Widerstand auf nahezu allen fachlichen Ebenen kumuliert sich auf der Seite „Wittwer ist nicht fertig„. Der Brutalismus-Bau, damals im Auftrag der Girokasse Stuttgart und des Verlagsbuchhändlers Konrad Wittwer realisiert, ist ein Entwurf von Hans Kammerer (1922-2000) und Walter Belz (1927-2009). Er ist Teil des in Zusammenarbeit mit Max Bächer (1925-2011) Ende der 1960er gestalteten, deie Regeln der verkehrsgerechten Stadt und die Anfordernisse der Fußgänger:innen einenden Platzes, der vor einigen Jahren schon zum Teil abgeräumt wurde..

Die Stuttgarter Kollegen vom Portal Kessel TV haben nun den Dokumentarfilm „Die kalte Platte“ von Chi-Hun Whang, Cem Kaya und Guido Negenborn aus dem Jahr 2003 wieder zugänglich gemacht. Er zeichnet die Entwicklung dess Kleinen Schlossplatzes von 1968 bis 2002 nach. Die 60 sehenswerten Minuten zur Stuttgarter Innenstadtgeschichte – und letztlich auch zur einst bundesweit vorherrschenden Vorstellung modernen Städtebaus – finden Sie hier. Viel Vergnügen beim Sehen. Und vielleicht wollen Sie danach auch die Petition gegen den Abriss des Wittwer-Hauses unterschreiben. (db, 12.7.26)

Stuttgart, Tunnel am Schlossplatz im Bau 1968 (Bild: Willi Pragher, Staatsarchiv Freiburg W134 Nr.084670, CC BY 4.0)

Stuttgart, Tunnel am Schlossplatz im Bau 1968 (Bild: Willi Pragher, Staatsarchiv Freiburg W134 Nr.084670, CC BY 4.0)

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