Die Rekonstruktion des Magdeburger Pferdetors ist beendet. Am Freitag ist das wiedererrichtete Denkmal offiziell eingeweiht worden. Das Tor im Stadtpark war 2024 abgerissen worden, da es einzustürzen drohte. Darauf folgte eine Debatte über die Rekonstruktion und die damit verbundenen Kosten. Die rund 32.000 Klinkersteine im Oldenburger Format wurden nach alten Vorlagen extra angefertigt.Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris betonte bei der Feier zur Wiedereröffnung gegenüber dem MDR, sie freue sich und sei stolz, dass das Tor in denkmalgerechter Form wiederauferstanden sei. Gelungen sei dies auch dank Zuwendungen des Landes Sachsen-Anhalt.

Das Pferdetor ist 2024 abgetragen worden, da es nicht mehr standsicher war. Nach einer längeren Debatte um die Zukunft des Baudenkmals entschied sich die Stadt für eine Rekonstruktion. Teilweise mussten hierfür neue, originalgetreue Ziegelsteine gebrannt werden, während die sechs Pferde aus Terrakotta nach ihrer Restaurierung alle wieder zurückkehrten. Die Gesamtkosten für die Runderneuerung des Tors belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Ein Drittel des Geldes kam vom Land Sachsen-Anhalt. Das Pferdetor wurde 1927 anlässlich der Theaterausstellung nach Plänen des Darmstädter Architekten Albin Müller (1871-1941) errichtet. Zum 100-jährigen Jubiläum der Theaterausstellung soll im Rotehornpark das sechsmonatige „Festival der Moderne 2027“ stattfinden. (db, 3.9.26)

Magdeburg, Pferdetor vor Sanierung (Bild: Greifen, CC0)

Magdeburg-Rothehorn, Pferdetor (Bild: Greifen, CC0)

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