Dawai, Kosmonaut!

Wie bringt man den Schriftzug ästhetisch an einer Raumstation unter? Auch das regelte Galina Balaschowa 1980 (Bild: Archiv G. Balaschowa/DAM)
Wie bringt man den Schriftzug ästhetisch an einer Raumstation unter? Auch das regelte Galina Balaschowa 1980 (Bild: Archiv G. Balaschowa/DAM)

Es ist bestimmt nicht ganz einfach, in der Schwerelosigkeit ein echtes Wohlfühlambiente zu schaffen. Die russische Architektin Galina Balaschowa (*1931) arbeitete daran: Sie entwarf von Anfang der 1960er bis 1990 die Interieurs der sowjetischen Raumschiffe. Im Wettlauf um die Mondlandung unterlag die Sowjetunion zwar, doch an Balaschowa, die ab 1964 Chefingenieurin des sowjetischen bemannten Mondprogramm war, hat es kaum gelegen. Ihr Verantwortungsgebiet war die künstlerische und funktionale Raumgestaltung ebenso wie die zweckmäßige und sichere Materialwahl, die Innenbeleuchtung, Möblierung und ihre Funktionalität in der Schwerelosigkeit bis hin zu denToiletten und der Fixierung der schlafenden Kosmonauten.

Das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt (DAM) zeigt nun ab dem 26. Juni die Ausstellung „Design für die Russische Raumfahrt – Die Architektin Galina Balaschowa“. Das Werk der 84-Jährigen, zu dem auch Entwürfe für Medaillen und Abzeichen zählen, ist bis heute selbst in Russland kaum bekannt. Zur Eröffnung der Schau, die u. a. Entwürfe und Fotos  aus dem Raumfahrtprogramm zeigt, wird Galina Balaschowa anwesend sein. Begleitend zur Ausstellung ist im Verlag DOM publishers eine Monografie in deutscher und englischer Sprache erschienen. moderneREGIONAL wünscht Guten Flug! (db, 20.6.15)