DDR-Architektur in Leipzig

DDR-Architektur_in_der_Leipziger_Innenstadt_Bauhaus_UniversitaetsverlagWie wandelten sich die Planungskonzepte und das innerstädtische Bauen in der DDR? Wie wird mit diesem Bestand seitdem umgegangen? Eine neue Publikation im Bauhaus-Universitätsverlag beantwortet diese Fragen exemplarisch anhand zweier prägender Gebiete in Leipzig. Die Architektin und Denkmalpflegerin Katja Weise hat das Stadtzentrum und insbesondere das Ensemble Sachsenplatz in den Blick genommen. Die Kunsthistorikerin und Journalistin Juliane Richter erkundete den Wohnungsbau in der Inneren Westvorstadt, auch bekannt unter der Bezeichnung Kolonnadenviertel.

Kontinuitäten und Brüche in der Stadtentwicklung werden aufgezeigt und Wendepunkte der Planungsgeschichte anhand bisher unpublizierten Archivmaterials verdeutlicht. Interviews mit Zeitzeugen und Akteuren der damaligen Planungen – u. a. den ehemaligen Leipziger Chefarchitekten Horst Siegel und Dietmar Fischer – ergänzen die Untersuchung. Vor diesem Hintergrund werden die Intentionen, Ziele und Probleme aus der Sicht der Zeit nachvollziehbar. Ein Vorwort der Leipziger Architekturgeschichtsprofessorin Annette Menting führt ins Thema ein und zeigt, wie wichtig das genaue Hinsehen für einen angemessenen Umgang mit der Ost-Moderne ist. (kb, 3.10.15/24.2.16)

Das Buch wird am 25. Februar 2016 um 19 Uhr von der Kulturstiftung Leipzig in der Alten Nikolaischule (Wagnersaal) vorgestellt.

Richter, Juliane/Weise, Katja, DDR-Architektur in der Leipziger Innenstadt. Mit einem Vorwort von Annette Menting (Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR 5), Bauhaus-Universitätsverlag, Weimar 2015, 232 Seiten, 20 x 25 cm, ISBN978-3-95773-200-2.