Moers-Kapellen, St. Ludger (Bild: historische Postkarte)

Denkmalschutz – auch ohne Turm

Auf dem Modell sieht alles noch so harmonisch aus: ein nierentischiger Kirchenbau mit einem schlanken Campanile. Bis 1967 entstand St. Ludger in Moers-Kapellen nach Plänen von Josef Lehmbrock. Der Baukörper ruht auf einem Grundriss, der ein Dreieck mit abgerundeten Ecken formt. Darüber erhebt sich der gleichermaßen geformte Mittelteil, überfangen von einem schalenförmig geschwungenen Dach. Die umlaufende farbstarke Betonglasgestaltung übernahm die Künstlerin Hildegard Bienen.

All dies wurde begleitet von einem schlanken Glockenträger – bis 2015. Damals wurde der 67 Meter hohe Turm wegen Bauschäden niedergelegt. Doch auch ohne den Campanile wurde das markante Kirchenschiff nun unter Denkmalschutz gestellt. Das Baukunstwerk und die Ausstattung seien von „Bedeutung … für die Geschichte des Menschen sowie der Städte und Siedlungen“. Daneben werden wissenschaftliche und ortsgeschichtliche Argumente angeführt. (kb, 29.43.18)

Moers-Kapellen, St. Ludger (Bild: historische Postkarte)