Henselmann (Bild Theater der Zeit)

Der Architekt, die Macht und die Baukunst

Hermann Henselmann gehört zu den prominentesten Architekten der DDR. Bis in die 1970er Jahre war er an bedeutenden Projekten des Landes beteiligt. Seine Bauten standen sinnbildlich für die verschiedenen architektonischen Paradigmen, welche die Baukunst der DDR in dieser Zeit bestimmten. Ein neuer, von Thomas Flierl herausgegebener Sammelband verspricht unter dem eindrücklichen Titel „Der Architekt, die Macht und die Baukunst“ tieferen Aufschluss über Leben und Werk Henselmanns.

Während Henselmann zu Beginn der 1950er Jahre u. a. mit dem Hochhaus an der Weberwiese einen Beitrag zum Aufbau des Prestigeprojektes Stalinallee leistete, zeichnete er später für so bekannte Vertreter der Ostmoderne wie das Berliner Haus des Lehrers und die Hochhäuser der Universitäten in Leipzig und Jena verantwortlich. Der neue Sammelband wird am 29. Mai ab 19 Uhr in der Architektenkammer Berlin (Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin) vorgestellt. Neben Thomas Flierl spricht mit Paul Siegel einer der Autoren, dessen Vortrag Henselmann im internationalen Architekturdiskurs verorten soll. Mit von der Partie sind die Experten Gabi Dolff-Bonekämper, Jan Kleihues, Peter Meyer und Jörg Haspel. Zur Buchpräsentation anmelden kann man sich hier. (jr, 25.4.18)

Flierl, Thomas (Hg.), Der Architekt, die Macht und die Baukunst. Hermann Henselmann in seiner Berliner Zeit 1949–1995, Theater der Zeit, Berlin 2018, ISBN 978-3-95749-116-9.

Titelmotiv: Buchcover, Detail, Theater der Zeit Verlag