Berlin, simulierte Rekonstruktion der Bauakademie, 2016 (Bild: Ziko van Dijk, CC BY SA 4.0)

Der Bauakademie-Code

Die seit Monaten schwelende Diskussion über die Wiederauferstehung der Bauakademie geht weiter: In Berlin boten ARCH+ und die Sektion Baukunst der Akademie der Künste am 12. Juni den Rahmen, um darüber zu sprechen, wie viel Moderne Schinkel verträgt (und umgekehrt). Im Mai war der offizielle Programmfindungswettbewerb entschieden worden, an dem auch die Veranstalter teilgenommen hatten. Nun sollten alle Teilnehmer ihre Ideen öffentlich vorstellen und eine Forderung an die künftige Bauakademie aufstellen. Zwanzig Wettbewerbsteilnehmer kamen, darunter drei der fünf Preisträger.

Über die Einzelstatements wurde abgestimmt und was eine Mehrheit fand, zum „Bauakademie-Code“ zusammengefügt. Dieser gliedert sich nach den Schwerpunkten „Zukünftiger Wettbewerb“ und „Anforderungen an die Institution“ und kommt zu überraschend modernen Aussagen, wie z. B.: „Die Bauakademie sollte weder zu 100% Schinkel sein, aber auch nicht 100% neu, sondern beides: ein Dialog, ein Widerspruch – vielleicht sogar ein Streitgespräch. // Die neue Bauakademie soll nicht zur gegenwärtigen ideologischen Säuberung der Stadt beitragen. // Eine Neue Bauakademie sollte sich gleichermaßen mit ALTER, wie auch mit WERDENDER ARCHITEKTUR beschäftigen.“ Alle Beiträge des offiziellen Programmfindungswettbewerbs werden vom 21. Juni bis 6. Juli 2018 im Foyer des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin) ausgestellt. (kb, 18.6.19)

Berlin, simulierte Rekonstruktion der Bauakademie, 2016 (Bild: Ziko van Dijk, CC BY SA 4.0)