Der Fotograf René Burri ist tot

Der Fotograf René Burri (Bild: Erling Mandelmann)
Der Fotograf René Burri (Bild: Erling Mandelmann)

Am 20. Oktober starb der Fotograf René Burri in Zürich.  Geboren wurde Burri 1933, ebenfalls in Zürich. In den 1950er Jahren hatte er sein Handwerk an der dortigen Hochschule der Künste bei keinem Geringeren gelernt als Hans Finsler (1891-1972), einem führenden Vertreter der „Neuen Fotografie“. Seit Mitte der 1950er Jahre machte  sich Burri  einen Namen durch treffende Porträts, darunter Künstler wie Pablo Picasso. Seine bekannteste Aufnahme war sicher 1963 der zigarrenrauchende Che Guevara.

Internationale Magazine – von Paris Match bis zum Stern – schätzten und druckten seine Fotografien. Seine Schweizer Neutralität nutze Burri 1962 für ein besonderes Projekt: Unter dem Titel „Deutsche“ erschienen Aufnahmen aus Ost- und Westdeutschland. Damit gelang ihm eine seltene Zusammenschau deutschen Lebens zu Zeiten des Eisernen Vorhangs, die er in den 1990er Jahren nochmals um Aufnahmen vom Mauerfall ergänzte. Lange hielt Burri – vertreten von der Fotoagentur Magnum – an der analogen Fotografie fest: Seine Leica M2 war über Jahre sein Markenzeichen. (kb, 4.11.14)