Die evangelische Epiphanienkirche in Berlin-Charlottenburg ist heute ein Gesamtkunstwerk vieler Epochen des 20. Jahrhunderts. Der Ursprungsbau wurde 1904–1906 nach Entwurf von Jürgen Kröger erbaut, hinzu kam 1929/30 ein von Walter und Johannes Krüger geplantes Gemeindehaus. In den letzten Kriegstagen im Mai 1945 brannte das Ensemble weitgehend aus. 1953 wurden die beiden Türme mit ehemals neobarocken Turmhelmen unter einem steilen Satteldach zusammengefasst. Der Wiederaufbau des Kirchenschiffs nach Entwürfen von Konrad Sage und Karl Hebecker erfolgte 1957–1960. Hierbei wurden Dach und Innenraum komplett neu arrangiert, zudem der Haupteingang auf die Südseite verlegt. Am 27. März 1960 weihte Otto Dibelius die neue Epiphanienkirche ein.
Die Ausstattung wurde auch in den Folgejahren ergänzt: 1965 schuf Hermann Bachmann (1922-1995), Professor an der Hochschule der Künste, ein dreiteiliges Altarbild. Die linke Tafel zeigt die Taufe Jesu am blauen Jordan, die mittlere Tafel zeigt den plastisch ausgeformten, geschundenen Körper Christi mit Dornenkrone und Wundmalen. Auf der rechten Tafel ist die Auferstehung Jesu dargestellt. Zum 60. Jubiläum wurde das Kunstwerk mithilfe von Spendengeldern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) restauriert. In diesen Tagen erreicht die Kirchengemeinde eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern. Die DSD hatte dank der Soziallotterie und einer zweckgebundenen Spende der Mehl’schen Stiftung die Restaurierung des Altarbilds mit rund 9.900 Euro unterstützt. (db, 11.11.25)
Berlin, Epiphanienkirche (Bild: Peter Schabe, DSD)

