Der Spreepark brennt

Berlin, Spreepark (Bild: D. Bartetzko)
Das Themendorf „Alt England“ – hier im Frühjahr 2014 – brannte in der Nacht vom 10. auf den 11. August nieder (Bild: D. Bartetzko)

In der Nacht vom 10. auf den 11. August 2014 ist im Berliner Spreepark ein Feuer ausgebrochen. Betroffen war „Alt England“, ein Themendorf im Stil des historischen Großbritannien aus dem Jahr 1999. Wie die taz meldet, wurde der Brand auf 5.000 Quadratmetern Fläche von 100 Feuerwehrleuten, teils mit Löschbooten von der nahen Spree aus, bekämpft. Erst im März diesen Jahres hatte die Stadt Berlin den ehemaligen Freizeitpark erworben.

Eröffnet wurde der Rummel 1969 als „VEB Kulturpark Berlin“, liebevoll „Kulti“ genannt. Nach der Wende wurde privatisiert, erweitert und 2002 schließlich geschlossen. Seitdem entwickelte sich das malerisch verfallende Gelände zum Ausflugsziel, zeitweise wurden Führungen angeboten. Nun steht die Stadt nicht allein vor der Aufgabe, dem Areal eine tragfähige Zukunft zu geben. In den nächsten Tagen und Wochen müssen zunächst das Gelände beräumt, die Ruinen gesichert und das große öffentliche Interesse in gute Bahnen gelenkt werden. Aktuell ermittelt die Kriminalpolizei, es steht der Verdacht auf Brandstiftung im Raum. (kb, 11.8.14)