Der unbekannte Erich Salomon

Eramox-Kamera (Bild: Rama)
Die moderne Eramox-Kamera ermöglichten Bildjournalisten wie Erich Salomon unkompliziertes direktes Fotografieren (Bild: Rama)

„Berühmte Zeitgenossen in unbewachten Augenblicken“ – der Bildjournalist Erich Salomon (1886-1944) lichtete in der Weimarer Republik die Reichen, Schönen und Mächtigen ab. Immer angemessen gekleidet, wurde er mit seiner handlichen Eramox-Kamera zum Teil der Welt, die er fotografierte. So gelangen ihm legendäre, fast intime, aber nie indiskrete Aufnahmen. Erich Salomon starb mit seiner Frau 1944 im Konzentrationslager Ausschwitz. Sein Nachlass wird in der Berlinischen Galerie aufbewahrt.

Um offene Fragen zur Rezeption von Erich Salomon zu klären, lobt die Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur nun das Thomas-Friedrich-Stipendium für Fotografiegeschichte aus. Das Stipendium vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 umfasst 8.000 Euro und einen Sachkostenbudget von bis zu 2.500 Euro. Am Ende ist ein wissenschaftlicher Aufsatz von ca. 30 Seiten zu verfassen, für den als Honorar 4.500 Euro gezahlt werden. Erwünscht sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Kunstgeschichte oder eine vergleichbare Qualifikation. Vollständige schriftliche Bewerbungsunterlagen mit Schriftenverzeichnis und einer Textprobe im Original werden bis zum 20. September 2014 erbeten an: Berlinische Galerie, Personalservice, Stichwort: Thomas Friedrich-Stipendium, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin. (kgb, 15.7.14)