Dessau: Sanierung der Y-Häuser

Dessau, Ypsilon-Haus (Bild: frollein2007, CC BY-SA 2.0)
Markante Punkte der Friedrichstraße in Dessau: die drei Ypsilon-Häuser (Bild: frollein2007, CC BY-SA 2.0)

Keine Nachrichten sind gute Nachrichten, zumindest wenn es um Betonoberflächen geht. So auch bei der laufenden Sanierung der Dessauer Y-Häuser. Am Stadtpark gelegen, erhielten die drei – jeweils 41 Meter und 14 Geschosse hohen – Wohntürme ihren Namen von ihrem Y-förmigen Grundriss. Die markanten Bauwerke wurden zwischen 1969 und 1971 nach Plänen der VEB Hochbauprojektierung Halle, hier federführend der Architekt Wulf Brandstädter (* 1937), errichtet. Wie in Dessau fügte man die Y-Häuser auch in Halle/Saale aus Elementen der Typenserie P 2.

Als die Stadtwerke Dessau ankündigten, die Wohntürme zu verkaufen, regte sich sozialer Unmut. Schließlich einigte man sich mit dem neuen Eigentümer, einem ortsansässigen Investor, 2013 auf eine „Sozialcharta“ mit besonderen Zusicherungen für die Mieter. Das erste Haus nahm der Investor selbst in Angriff, die beiden übrigen gab er 2014 weiter an die Leipziger Firma Neutecta. Alle drei, inzwischen denkmalgeschützten Häuser, werden nun stufenweise – im „laufenden Betrieb“ – saniert: Die Waschbetonoberflächen werden gereinigt, die Dämmung nach innen aufgebracht, die Zuschnitte der Wohnungen angepasst und die Haustechnik modernisiert. Wir hoffen, erst wieder zur geglückten Fertigstellung von den Dessauer Y-Häusern zu hören. (kb, 22.2.15)