Dessau, Bauhaus Atelieflügel (Bild: Harald90, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Die bewegten Netze des Bauhauses

Die bewegten Netze des Bauhauses

Dessau, Bauhaus Atelieflügel (Bild: Harald90, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Wie funktionierte das Bauhaus – hier der Atelieflügel am Dessauer Bauhaus – jenseits seiner instutionalisierten Orte? Dieser Frage geht jetzt in Weimar eine Tagung nach (Bild: Harald90, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Das Bauhaus ist tot – es lebe das Bauhaus“. Die Schließung des Bauhauses im April 1933 schien das Ende der wichtigsten deutschen Hochschule für Gestaltung des 20. Jahrhunderts zu besiegeln. Doch trotz der politisch brisanten Situation der Folgejahre blieb ein Großteil der Bauhäusler in enger freundschaftlicher oder beruflicher Verbindung. Seit 2013 hat das DFG-Projekt „Bewegte Netze“ an den Universitäten Cottbus und Erfurt beispielhaft sechs unterschiedliche Netzwerke des Bauhauses untersucht, um anhand dessen die Geschichte des Bauhauses der 1930er und 1940er Jahre fortschreiben.

So kann gezeigt werden, wie Walter Gropius und sein enges Netzwerk die Bauhaus-Rezeption nach 1933 prägten. Gleichzeitig lenkt das Projekt den Blick auf Protagonisten jenseits der prominenten Bauhaus-Kreise und eröffnet damit neue Perspektiven für die Geschichtsschreibung des Bauhauses. Mit der Tagung „Die bewegten Netze des Bauhauses“ sollen nun vom 16. bis zum 17. Juni 2016 findet in Weimar (Festsaal im Goethe-Nationalmuseum, Frauenplan 1, 99423 Weimar) Methoden und ausgewählte Ergebnisse des Projekts vorgestellt werden. Anmeldungen sind noch bis zum 13. Juni 2016 möglich. (kb, 2.6.16)