40 Jahre: die Bonner und ihre U-Bahn

Bonn, Eröffnung der U-Bahn, 1975 (Bundesarchiv, B  14 Bild F045199-0014 (Foto:Ulrich Wienke, CC BY-SA 3.0)
Und jetzt stellen Sie sich das Ganze erst in Zitronengelb vor: die Eröffnung einer U-Bahn-Teilstrecke in Bonn im Jahr 1975 (Bundesarchiv, B 14 Bild F045199-0014 (Foto:Ulrich Wienke, CC BY-SA 3.0)

Die Moskauer Metro hat Kronleuchter für das Proletariat, die Hamburger U-Bahn zeigt edles hanseatisches Understatement, Bonn griff vor 40 Jahren gekonnt in den Farbtopf: Zur Eröffnung im Jahr 1975 glänzte die Haltenstelle „Universität Markt“ in sattem Zitronengelb. Auch Rot und Orange waren vertreten – und namhafte Architekten wie Alexander Freiherr von Branca.

Die Farben haben bis heute wenig von Ihrer Leuchtkraft verloren. Und eine neue Generation von Bewohnern schaut zum Jubiläum mit neuen Augen auf die Zeugnisse nachkriegsmoderner Verkehrskultur. Die Bonner Werkstatt Baukultur denkt gar laut über Denkmalschutz für die U-Bahnstationen nach und beantragte diesen schon mal beim Unterausschuss für Denkmalschutz. Die Stadtwerke zeigen sich gegenüber der Presse noch verhalten. Man fürchte, so zitiert der Bonner Generalanzeiger, Beeinträchtigungen für die Betreiber und Fahrgäste. Man will sich erst einmal vergleichend informieren. Sie können selbiges tun – eine (kurze) unterirdische Stadtrundfahrt gibt es ab 1,90 Euro. Museum ist teuer. (kb, 10.3.15)