Berlin, Klopstockstraße 14-18 (Bild: Janericloebe, CC BY 3.0)

Die Einzelteile der Liebe

Dass Film und Architektur wunderbare Symbiosen eingehen, bewiesen Regisseure von Fritz Lang bis Jacques Tati, von Ridley Scott bis Alfred Hitchcock. Auch die „Villa im Tessin“, Hauptdarstellerin unserer märklinMODERNE-Ausstellung, wurde 2018 im Schweizer Spielfilm „Cronofobia“ verewigt. Zum wiederholten Male – und sehr kunstvoll – ist ab kommender Woche Berlin cineastisch an der Reihe. Genauer gesagt, das Haus Klopstockstraße 14-18, das der Franzose Pierre Vago 1956 fürs neue Hansaviertel entwarf. Hier spielt „Die Einzelteile der Liebe„, eine Trennungskomödie mit Schlagermusikeinlagen, die im Frühjahr auf der Berlinale gezeigt wurde und die nun am 22. August in die Kinos kommt.

Worum geht’s? Georg und Sophie haben sich einmal geliebt – jetzt sind sie getrennt. Aber weil sie einen gemeinsamen Sohn haben, sind sie gezwungen, sich weiterhin zu sehen. Doch wie trennt man sich, wenn man notgedrungen immer wieder zusammen finden muss? Das Leben ist halt eine Baustelle (um einen anderen Berlin-Film zu zitieren …). Mit dem „formal interessantesten Spielfilm der diesjährigen (Berlinale-) Perspektive“ (Der Tagesspiegel) beendeten Regisseurin Miriam Bliese und ihr Team das Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Und zeigen die Hauptstadt mal nicht von ihrer nächtlichen Dauerparty-Seite, sondern als stylishe, sanft-pastellige Alltagskulisse. (db, 18.8.19)

Berlin, Klopstockstraße 14-18 (Bild: Jannericloebe, CC BY 3.0)