Mathilde Flögl, Entwurf für ein Kissen, 1930 (Bild: MAK Wien)

Die Frauen der Wiener Werkstätte

Buch jetzt, Ausstellung später – in Corona-Zeiten eine oft gewählte Lösung. So kann sich der geneigte Leser nun auch schon auf die Schau „Die Frauen der Wiener Werkstätte“ einstimmen. In ihren Anfängen stand die Wiener Werkstätte den Reformbewegungen der Zeit – z. B. der Sezession – nahe. Bisher wurden diese Künstlerinnen aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhundert zwar als Gruppe gewürdigt, aber selten mit ihren prägenden Einzelpersönlichkeiten beachtet.

Gudrun Baudisch, Vally Wieselthier, Mathilde Flögl, Paula Lustig oder Mizzi Vogl brachten die Bereiche Gebrauchsgrafik, Textildesign, Modeentwurf, Spielzeug, Wandschmuck und Keramik im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einer international beachteten Blüte. Das Museum für Angewandte Kunst (MAK) Wien besitzt eine umfangreiche Sammlung der Arbeiten dieser Zeit. Dort soll die Ausstellung – coronabedingt – erst vom 21. April bis zum 3. Oktober 2021 gezeigt werden. Das Begleitbuch ist nun bei Birkhäuser erschienen. (kb, 18.10.20)

Thun-Hohenstein, Christoph/Rossberg, Anne-Katrin/Schmuttermeier, Elisabeth (Hg.), Die Frauen der Wiener Werkstätte. Women Artists of the Wiener Werkstätte, Birkhäuser-Verlag, Basel 2020, gebunden, 30,5 x 23 cm, 288 Seiten, 320 Farb- und Schwarzweißabbildungen, Deutsch/Englisch, ISBN 978-3-0356-2211-9.

Mathilde Flögl, Entwurf für ein Kissen, 1930 (Bild: MAK Wien)