1956 änderte sich die Welt, zumindest was den weltweiten Transport von Waren angeht: In diesem Jahr startete der US-amerikanische Unternehmer Malcom McLean das erste Containerschiff – heute sind global rund 30 Millionen Container unterwegs. Dieses bald 100-jährige Jubiläum nimmt die Ausstellung „Container. Die globale Box“ im LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop zum Anlas, um satte 15 Themenbereiche zu präsentieren. Eigens für die Ausstellung wurden daher 15 High-Cube-Container zu einem fünfstöckigen Bau zusammengefügt. Auf dem gesamten Museumsgelände laden weitere Orte zum Besuch ein: das Hafengebäude, das Ausstellungsschiff „Ostara“ und das Außengelände.
Exponate, Tafeln und Grafiken informieren über vielfältige Aspekte, wie die Geschichte des Containers, sogar über die Rolle in Kunst und Architektur. Um den Einfluss der genormten Transportboxen auf den weltweiten Handel besonders greifbar zu machen, zeichnet die Ausstellung die 95-tägige Reise eines Containers mit Fahrradrahmen und Bauteilen für die Firma Hase Bikes nach – von Taiwan über Kaohsiung, Singapur und Rotterdam bis nach Duisburg und zuletzt nach Waltrop. Dabei kommen auch kritische Aspekte nicht zu kurz, von der Abhängigkeit von Lieferketten über prekäre Arbeitsbedingungen bis zum Schmuggel. Die Ausstellung „Container. Die globale Box„, ein Projekt des LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg, ist noch bis zum 12. April 2026 zu sehen in Waltrop. (kb, 9.8.25)

Hamburg, Hafen, Containerschiff (Bild: Info2072, CC BY SA 3.0, 2013)
