Berlin-Mariendorf, Martin-Luther-Gedächtniskirche (Bild: Harald Rossa, CC BY SA 2.5, 2006)

Die Kirchen und die Kunst und die NS-Zeit

Als ob es die Protestanten nicht schon schwer genug hätten mit der Kunst an sich (bunt, könnte Spaß machen, geht gar nicht …). Wenn dann das Thema NS-Zeit dazu kommt, wird es noch einmal komplizierter. Höchste Zeit also, sich der Sache mit einer Tagung kritisch anzunähern, wie es die Evangelische Akademie Loccum vom 15. bis 17. Juni unter dem Titel „Kunst und protestantische Kirche während des Nationalsozialismus“ tun wird. Man will damit Suchstrategien, einschlägige Fragestellungen und Deutungshilfen für eine bundesweite Aufarbeitung kirchlicher Kunst während des Nationalsozialismus sammeln.

Wie lässt sich die Aufarbeitung von Kunstgut dieser Jahre in protestantischen Kirchen systematisch angehen? Unter welchen Bedingungen wurde Kunst damals produziert? Was kann man aus der Analyse „schwieriger Fälle“ für die Deutungsarbeit gewinnen? Welches sind die nächsten Schritte hin zu einer sachgerechten Aufarbeitung von Kunstgut im Raum der protestantischen Kirche während der NS-Zeit? Angesprochen werden die Verantwortungsträger von den Kunstreferaten über die Kirchenleitungen bis zu den Kirchenvorständen. Eingeladen sind ebenso Experten aus Kunst und Denkmalpflege und interessierte Bürger. Anmeldungen sind möglich bis zum 14. Juni unter: Evangelische Akademie Loccum, Münchehäger Straße 6, 31547 Rehburg-Loccum, 05766 81-0, www.loccum.de oder bei der Tagungsleitung: Stephan.Schaede@evlka.de. (kb, 20.4.18)

Berlin-Mariendorf, Martin-Luther-Gedächtniskirche, 1935, Triumphbogen u. a. mit NS-Motiven (teil-entfernt vermutlich während der NS-Zeit) (Bild: Harald Rossa, CC BY SA 2.5, 2006)