Die Kleinmarkthalle Frankfurt wird 60

Sie zählt zu den wenigen bedeutenden Fünfziger-Jahre-Bauten der Frankfurter Innenstadt, die nicht in den vergangenen zehn Jahren der Abrissbirne zum Opfer fielen – nun wird die Kleinmarkthalle in der Hasengasse 60 Jahre alt. Am 29. März 1954 wurde der Bau der Architekten Gerhard Weber und Günther Gottwald eingeweiht, der auf rund 1500 Quadratmetern 64 Feinkost-Händlern Platz bietet und weit über die Grenzen Frankfurts bekannt ist. Die Halle ersetzte seinerzeit – nicht unumstritten – die im Krieg schwer beschädigte alte Kleinmarkthalle von 1879. Ihre Ruine wurde nach der Eröffnung des Neubaus abgerissen.

Seit Jahren ist die denkmalgeschützte Kleinmarkthalle sanierungsbedürftig. Der damalige Frankfurter Planungsdezernent schlug 2005 gar den Abriss vor – mit verheerendem Echo: Die Wellen der Empörung schlugen in der Bevölkerung hoch. Nun ist für 2016 eine Sanierung bei laufendem Betrieb geplant. Ende Mai gab es zum Jubiläum eine Feier, bis zum 24. Juni ist auf der Empore die Ausstellung „60 Jahre Kleinmarkthalle. Ein Stück Frankfurt mit Herz“ zu sehen. Der Eintritt ist während der Markthallen-Öffnungszeiten kostenlos. (db, 2.6.14)