Saarbrücken, St. Albert (Bild: Maren Dittmann)

Die langen Wellen der Utopie

Für eine kurze Zeit verfügte das Saarland nach dem Krieg – im Weichgebiet zwischen Frankreich und der sich formierenden BRD – über eine Art von Selbständigkeit. Damals entstanden bemerkenswerte Bauwerke, die das Beste aus beiden Traditionen zu verbinden wussten: der Langwellensender „EUROPE 1“ bei Saarlouis, der Pingusson-Bau (ehemalige Französische Botschaft) in Saarbrücken, Fertigteil-Wohnungsbauten der Forbacher Werk der Firma Dietsch wie Behren bei Forbach und die Folsterhöhe in Saarbrücken oder jüngere Siedlungsprojekte wie Le Wiesberg von Émile Aillaud in Forbach – und nicht zuletzt Kirchenbauten wie St. Albert in Saarbrücken von Gottfried Böhm oder Maria Königin von Rudolf Schwarz, beide in Saarbrücken.

Dieses grenzüberschreitende Kulturerbe nehmen der Werkbund, das Ministerium für Bildung und Kultur Saarland sowie K8 Institut für strategische Ästhetik forschend, inszenierend und vermittelnd zum Thema ihres Echy-Beitrags „Resonanzen – Die langen Wellen der Utopie“. Sie werden mit einer Veranstaltungsreihe gewürdigt, wie z. B.: eine Performance im Pingusson-Bau am 9. August und im Sender Europe am 11. August, eine Ausstellung im Pingusson-Bau vom 29. September bis zum 30. November, die Ringvorlesung „Erinnerung und Aufbruch“ im Pingusson-Bau in diesem Sommersemester (jeweils mittwochs 18 Uhr, freier Eintritt). (kb, 1.6.18)

Titelmotiv: Saarbrücken, St. Albert (Bild: Maren Dittmann)