Bis zu dem „Tagen der Industriekultur Rhein-Main“ von 5. bis 13. September ist es noch eine Weile hin. Es gibt aber schon einmal einen prominenten Neuzugang im Programm zu vermelden: Die ehemalige Schmiede der Rüsselsheimer Opel-Werke. Bis 2021 wurden hier von rund 1000 Mitarbeiter:innen Kurbelwellen und Pleuel für Automotoren hergestellt, seitdem steht die 260 Meter lange Halle aus den 1930er Jahren leer. Am 13. September, dem letzten Termin der Tage der Industriekultur und zugleich der Tag des offenen Denkmals sind erstmals Besichtigungen möglich. An diesem Tag findet hier zudem das Klassikertreffen statt, ein Oldtimertreffen, das wegen Unstimmigkeiten über das Gelände zuletzt zweimal ausfallen musste und nun einen neuen Ort erhält.
In diesem Jahr wird es zur Industriekultur-Veranstaltung erstmals auch eine zehnteilige Reihe von Videofilmen geben, die unter dem Motto „Auf dem Weg in die Moderne“ aus den Relikten der Vergangenheit in die Zukunft weisen sollen. Zur Vorstellung des Projekts hatte die Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main als Ausrichter des Festivals vor einigen Wochen bereits in die Opel-Schmiede geladen, in der zur Zeit einer der Filme aufgenommen wird. Gerade die Automobil-Stadt Rüsselsheim steht in den kommenden Jahren wohl vor großen Umbrüchen: Anregungen, Visionen und Ausblicke, wie es mit dem schrumpfendem Industriestandort weitergeht, sind derzeit stark gefragt. (db, 16.7.26)
Rüsselsheim, alte Opel-Schmiede 2026 (Bild: Stadt Rüsselsheim)

