Plakat "Wohnbedarf", Max Bill, 1932 (Bildquelle: gta.arch.ethz.ch)

Die Schweiz und das deutsche Bauhaus

Die Moderne verstand sich in der Schweiz der Zwischenkriegszeit als gemäßigt. Man wollte zwischen Tradition und Fortschritt vermitteln und damit einen eigenen Weg einschlagen. In dieses Bild schien die radikale Avantgarde des politisch zerrissenen Nachbarn Deutschland nicht zu passen. So kam es zwischen den Eidgenossen zu Richtungsstreitigkeiten, wie das Bauhaus zu werten und ggf. aufzugreifen sei. Doch rückblickend scheinen die Fronten doch nicht so scharf gezogen, spielten doch auch Schweizer Künstler im deutschen Bauhaus eine nicht unmaßgebliche Rolle.

Die Tagung „Schweizer Avantgarde und das Bauhaus“ will daher die „Rezeption, Wechselwirkungen und Transferprozesse“ dies- und jenseits der Grenze untersuchen. Die Konferenz findet vom 22. bis 24. November 2018 in Zürich (Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstraße 60, 8031 Zürich) statt. In den Blick kommen dabei „repräsentativen Disziplinen gestalterischen Schaffens“: Architektur, Malerei und Bildhauerei, Kunstgewerbe, Produktdesign, darstellende Kunst, Grafik und Typografie. Die Tagung steht allen Interessierten offen. Die Ergebnisse der Tagung werden 2019 in Buchform erscheinen. (kb, 18.11.18)

Plakat „Wohnbedarf“, Max Bill, 1932 (Bildquelle: gta.arch.ethz.ch)