Die späte Moderne

Die späte Moderne

Die Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird gegenwärtig von unterschiedlichen Fachbereichen auf den Kopf gestellt. Doch um den Ertrag dieses wissenschaftlichen Feuerwerks sichtbar machen zu können, müssen die unterschiedlichen Zugänge und Quellen miteinander in Beziehung gebracht werden. Diesem Ziel sah sich im Juni 2016 der Berliner Workshop „BetonSalon“ verpflichtet. Mit seiner vor wenigen Tagen erschienenen Publikation werden diese Ergebnisse nun einem breiteren Publikum vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Beiträge steht zunächst die Architekturdebatte nach 1945, angestoßen durch den Internationalen Architektenkongress CIAM sowie den französischen Architekten Claude Parent. Anschließend widmen sich die Autoren ausgewählte Architekten und Bauten. Mit Beiträgen zur Denkmalpflege in der DDR wird u. a. die Historizität in der dortigen Architektur der 1980er Jahre hinterfragt. Darüber hinaus geht es um den heutigen Umgang mit deutschen Großwohnsiedlungen, die zwischen 1945 und 1990 in Ost und West entstanden sind. Nicht zuletzt wird die mediale Präsentation von Architektur untersucht – von den „Manifesten“ der Architekten selbst bis zu den Darstellungen in Bauzeitschriften und Tageszeitungen. (kb, 5.2.17)

Tino Mager/Bianka Trötschel-Daniels (Hg.), BetonSalon. Neue Positionen zur späten Moderne, Neoflis-Verlag, Berlin 2017, 320 Seiten, Softcover, 15 x 21 cm, ISBN (Print) 978-3-95808-130-7, ISBN (PDF) 978-3-95808-181-9.