Die Tränende wird überholt

René Graetz in Berlin: Kranzniederlegung vor dem Kaethe-Kollwitz-Denkmal im Mai 1974 (Bildhauer Werner Richter (links), der Maler Ronald Paris (Mitte) und der Bildhauer René Grätz) (Bild: Bundesarchiv_Bild 183 N0524 023, Foto: Horst Sturm, CC BY SA 3.0)
René Graetz in Berlin: Kranzniederlegung vor dem Kaethe-Kollwitz-Denkmal im Mai 1974 (Bildhauer Werner Richter (links), der Maler Ronald Paris (Mitte) und der Bildhauer René Grätz (rechts)) (Bild: BundesarchivBild 183 N0524 023, Foto: Horst Sturm, CC BY SA 3.0)

Bekannt wurde der Maler und Bildhauer René Graetz (1908-74) mit dem Mahnmal „Befreiung“ für die Gedenkstätte Sachsenhausen. Geboren in Berlin, verbrachte Graetz seine ersten Jahre in der Schweiz, in Südafrika, in Frankreich und in Großbritannien, wo er u. a. von seinem berühmten Kollegen Henry Moore lernte. Nach Kriegsende ließ sich Graetz in Berlin als freischaffender Künstler nieder und prägte mit seinem zumeist gegenständlichen Werk den öffentlichen Raum der DDR.

In Eisenhüttenstadt bereitet gerade eines seiner Werke Kopfzerbrechen: die überlebensgroße Bronzeplastik „Die Tränende“ auf dem Inselfriedhof. Die Bronzeplastik kam in den 1970er Jahren an ihren heutigen Standort – und kam in die Jahre. Sie soll von der Bildgießerei Seiler aus Schöneiche restauriert werden. Beim Abtransport half die Stadt Eisenhüttenstadt mit Bagger und Decken, um dem Kunstwerk zu einer guten Reise zu verhelfen. Bei der Restaurierung sollen, wie die Märkische Online-Zeitung berichtet, alte laienhafte Kittungen entfernt und neu verschweißt, die Schweißnähte abgeschliffen werden. In diesem, spätestens im kommenden Jahr soll die Tränende“ dann runderneuert wieder an ihrem alten Platz stehen. (kb, 10.11.15)