Die Vision Thälmann-Park

"Jetzt wirds enst. Die Vision Thälmann-Park" (Bild: Museum Pankow, Berlin)
„Jetzt wird’s Ernst. Die Vision Thälmann-Park“ (Bild: Museum Pankow)

Vom Gaswerk zum Stadtpark: In Berlin-Pankow wagte man diesen Schritt auf rund 25 Hektar Fläche. Vor dreißig Jahren wurde das letzte von drei Gasometern aus dem Jahr 1873 gesprengt, um dem letzten großen Bauprojekt der DDR Platz zu machen, dem Ernst-Thälmann-Park. Diesem Jubiläum widmet das Museum Pankow noch bis zum 26. Oktober 2014 die Ausstellung „Jetzt wird’s Ernst – Die Vision Thälmann-Park“.

Eröffnet wurde der Ernst-Thälmann-Park im Jahr 1986: viel Grünfläche und eine Hochhaussiedlung nach allen Regeln der sozialistischen Baukunst. Mit dem Mauerfall geriet das junge Vorzeigeprojekt ins Abseits. Saniert wurden die allzu lange vernachlässigten umliegenden Altbauten. Nun entdeckten die Investoren das zentrale „Filetstück Thälmann-Park“ und eröffneten die Diskussion um seine Zukunft. Manche wünschen sich hier mehr günstigen Wohnraum, manche mehr städtische Freifläche, manche mehr Raum für Kultur und Soziales. Vor diesem Hintergrund will das Museum Pankow nicht in Ostalgie schwelgen, sondern mit einem genauen Blick in die Geschichte neuen Freiraum für Entscheidungen eröffnen. In der Ausstellung können Besucher schon einmal spielerisch ihre ganz persönliche Vision vom Thälmann-Park entwerfen. Und zum Tag des offenen Denkmals, am 14. September 2014, wird um 11 Uhr eine Führung (Treffpunkt: Ernst-Thälmann-Denkmal, Greifswalder Straße) angeboten.(kb, 5.9.14)