Dortmund, St. Albertus Magnus, 2013 (Bild: Rudko, CC0)

Dortmund: St. Albertus Magnus soll Hotel werden

Schon seit zehn Jahren steht die Kirche im Herzen von Dortmund leer: St. Albertus Magnus wurde 1934 nach den Plänen der Architekten Adolf Ott und Paul Spiegel fertiggestellt. 1989 übergab die katholische Gemeinde ihren Raum in die Nutzung der Kroatischen Mission, zuletzt wurde er 2007 profaniert. Seitdem wird um eine Lösung für den seit 1993 unter Denkmalschutz stehenden Bau gerungen. So besetzte 2014 eine autonome Initiative – vorübergehend und letztlich erfolglos – die Kirche, um darin ein Kulturzentrum einzurichten.

Einer der Pläne, den Kirchenbau abzureißen und an seiner Stelle einen Kindergarten zu errichten, rief den Denkmalschutz auf den Plan. Dieser verlangte zunächst den Nachweis, dass kein erhaltungswilliger Käufer zu finden sei. Die Klärung dieser formellen Frage brachte eine neue inhaltliche Wendung: Wie die Gemeinde in diesen Tagen bekanntgab, wurde St. Albertus Magnus an den Düsseldorfer Investor „HD-Immobilien“ verkauft. Dieser plant ein Hotel in oder anstatt der bestehenden Kirche. Ob Abriss oder Umbau, der neue Eigentümer wird den Vorgang in jedem Fall neu mit Stadt und Denkmalschutz aushandeln müssen. (kb, 2.6.17)

Dortmund, St. Albertus Magnus, 2013 (Bild: Rudko, CC0)