Längst ist die Denkmalpflege an der Jahrtausendgrenze angekommen, wenn sie junge Bauten unter Schutz stellt. In Darmstadt hat der Magistrat Ende Mai die Unterschutzstellung von gleich drei solcher Architekturen bestätigt, auch die jeweiligen Eigentümer:innen stehen dieser Eingruppierung positiv gegenüber. In den Blick der Denkmalpflege rückten das Gebäude der ehemaligen Software AG (1988), die Waldspirale (2000) und das ehemalige Posttechnische Zentralamt (1990). Das sog. PTZ entstand bis 1990 nach den Entwürfen von Otto Vogel, Horst Dibelius und Wolfgang Last mit dem Büro Schröder-Planung. Für 1600 Mitarbeiter:innen ausgerichtet, erhielt das Gebäude zudem prominente künstlerische Begleitung – mit Werken von Günther Uecker und Arnaldo Pomodoro.

In der Hilpertstraße hatte die Software AG in zwei Bauphasen zwischen 1982 und 1988 nach den Plänen des Architekten Klaus Bollmann einen Neubau für rund 500 Mitarbeiter:innen erhalten. Mit ihren organischen Formen und Materialien entspricht die Anlage der anthroposophischen Prägung des Unternehmensgründers Peter Schell. Auch das neue Denkmal, die Darmstädter Waldspirale, lebt von ihrer Naturnähe, kombiniert mit fantasievollen Oberflächen und Details. Im Todesjahr des Architekten Friedensreich Hundertwasser fertiggestellt, bindet das Haus 105 Wohneinheiten im Norden der Stadt zusammen. Die Ausführung der Hundertwasser-Pläne lag in den Händen des Architekten Heinz M. Springmann. (kb, 10.6.26)

Darmstadt, Waldspirale (Bild: Daderot, gemeinfrei, 2009)

Darmstadt, Waldspirale (Bild: Daderot, gemeinfrei, 2009)

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