Dresden, Fernmeldeamt: Abriss beginnt

Dresden, ehemaliges Fernmeldeamt (Bild: Kolossos, GFDL oder CC BY SA 3.0-2.5-2.0-1.0, 2009)
Bald Geschichte: das Dresdener Fernmeldeamt (Bild: Kolossos, GFDL oder CC BY SA 3.0-2.5-2.0-1.0, 2009)

34 Jahre sind ja eigentlich noch kein Alter, gerade für Architektur. Aber es wundert leider nicht, dass eine Ost-Platte in Dresden keine Zukunft hat. Fast 20 Jahre steht der Betonbau am Postplatz leer, den manche gar als „Schandfleck“ sehen. Nun soll das sechzehngeschossige ehemalige Fernmeldeamt aus dem Jahr 1981 (VEB Bau- und Montagekombinat Kohle + Energie) endgültig einem Neubau weichen.

Schon seit Jahren wird über eine Neugestaltung des Postplatzes diskutiert. Anfangs waren vorwiegend neue Büro- und Geschäftsräume geplant, jetzt verlagert sich der Schwerpunkt hin zu Wohnbauten. Anfang des Jahres haben die Arbeiten für die ersten Neubauten bereits begonnen. Auf dem Gelände des ehemaligen Fernmeldeamts will die Berliner CG-Gruppe im kommenden Jahr mit dem Abriss beginnen, der Neubau soll 2018 bezugsfertig sein: 50 Millionen teuer, 30 Meter hoch, 280 Wohnungen und 200 Tiefgaragenplätze stark. Allein die Ruine der historistischen Oberpostdirektion soll in das neue Postplatz-Ensemble eingebunden, um Neubauelemente ergänzt und für Wohnzwecke umgenutzt werden. (kb, 6.9.15)