Dresen-Gorbitz, 1987 (Foto: M. Hiekel, Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1987-0212-010/CC-BY-SA-3.0-de, via Wikimedia Commons)

Dresdens Platte

In Rostock, Neubrandenburg, Berlin, Halle und Leipzig stehen Plattenbauten bereits unter Denkmalschutz. Geht es nach den Kuratoren der Ausstellung „DENKmal GORBITZ – Dresdens vergessener Schatz“, die vom 25. Februar bis zum 30. Juni 2016 in der Volkshochschule Dresden (Helbigsdorfer Weg 1, Dresden-Gorbitz) gezeigt wird, dann ist bald auch Dresden an der Reihe. Mathias Körner und Ralf Kahlmann von der Gorbitzer Bürgerinitiative sehen ihre Heimatstadt als Geburtsort des standardisierten Wohnens: Schließlich wurde hier mit der WBS 70 der wohl bekannteste Plattenbautyp zusammen mit der TU-Dresden entwickelt und produziert.

Der Stil der Industriell-Moderne hat sich in der einstigen DDR-Vorzeige-Neubausiedlung „Neu Gorbitz“ erhalten. Was gelegentlich schnell als realsozialistische Tristesse abgetan wird, ist – so die Kuratoren der Ausstellung – ein Schatz des Zeitalters des industriellen Wohnungsbaus. Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 25. Februar 2016, um 18 Uhr eröffnet. Interessenten können am 2. Mai 2016 bei einem Stadtteilrundgang die Geheimnisse vom Werden der Plattenbauten in einem unbekannten Stadtteil direkt vor Ort mit dem Ortschronisten Mathias Körner erfahren. Ab 13. Januar 2016 ist die Anmeldung dafür möglich. (kb, 26.1.16)

Dresen-Gorbitz, eines der Vorzeige-Plattenbau-Wohnprojekte der späten Ostmoderne (Foto: M. Hiekel, Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1987-0212-010/CC-BY-SA-3.0-de, via Wikimedia Commons)