Hat Günter Behnisch es nötig, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) gefördert zu werden? Nein, der Stuttgarter Baumeister und Hochschullehrer hat sich mit dem Münchener Olympiagelände längst Legendenstatus gesichert. Doch förderte die DSD die derzeit laufende Generalsanierung eines seiner weiteren Gebäude, und zwar des Hohenstufen-Gymnasiums in Göppingen. Die Schule ist während der seit 2024 laufenden Arbeiten in einem Interimsbau untergebracht. Derzeit läuft die energetische Ertüchtigung. In Baden-Württemberg wurden 2025 insgesamt 30 Denkmale gefördert. Private Spenden, die Erträge der DSD-Treuhandstiftungen und die der Lotterie GlücksSpirale, dazu zahlreiche Nachlässe und Geldauflagen ermöglichten der privaten Stiftung allein in Baden-Württemberg mehr als 2 Millionen Euro in Förderverträge zu binden. Bundesweit unterstützte die DSD im vergangenen Jahr über 610 Objekte mit rund 34,9 Millionen Euro.
Das Göppinger Hohenstaufen-Gymnasium wurde von 1957-59 nach einem Entwurf von Günter Behnisch (1922-2010) und Bruno Lambart (1924-2014) errichtet. Das Gebäude setzt sich aus einem langgestreckten, viergeschossigen Hauptbau und zweigeschossigen, durch Glasgänge miteinander verbundene Klassentrakte zusammen. Sämtliche Räume des Schulgebäudes werden über großflächige Kippfenster, Wendeflügel und feststehenden Oberlichter großzügig belichtet. Zu den weiteren DSD-Projekten in Baden-Württemberg gehörten vergangenes Jahr auch das Rheintor in Breisach, ein Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert in Tübingen, die Glashütte Buhlbach in Baiersborn Obertal und das ehemalige Lutherhaus in Heidelberg Bergheim. (db, 8.2.26)
Göppingen, Hohenstaufen-Gymnasium 2020 (Bild: John Ahlskog, CC BY SA 4.0)

