Berlin, Wohnbebauung Hedemannstraße-Friedrichstraße (Bild: Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0)

Düttmann zu Ehren

Heute wäre Werner Düttmann 100 Jahre alt geworden. Der bereits 1983 mit nur 61 Jahren verstorbene einstige West-Berliner Senatsbaudirektor prägte die Stadt bis in die 1980er. Und seine Bauten sind noch heute allgegenwärtig – von der (mittlerweile) berühmten Verkehrskanzel am Kürfürstendamm über die Kirche St. Agnes in Kreuzberg bis zur Akademie der Künste am Hansaviertel (leitender Architekt gemeinsam mit Sabine Schumann u.a.), deren Präsident Düttmann von 1971 bis 1983 war. Einige seiner Bauten sind schon abgerissen wie das Kudamm-Eck, andere gelten als Musterbeispiele städtischer Bausünden wie seine Beiträge zum Märkischen Viertel. Kurz: In Berlin steckt jede Menge Düttmann, und es gibt jede Menge (wieder-) zu entdecken.

Das Berliner Brücke-Museum – das in einem der schönsten Düttmann-Bauten residiert! – widmet dem Baumeister nun die Ausstellung „Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk“. Die zugehörige Webseite präsentiert heute ab 12 Uhr ihr vollständiges Angebot – und seit heute erinnern auch an 28 Berliner Gebäuden und Plätzen Infotafeln an Leben und Werk Düttmanns. Die analoge Ausstellung soll, wenn die Inzidenzzahlen mitspielen, am 17. April öffnen, vier weitere Ausstellungskapitel in anderen prominenten Düttmann-Bauten ebenso. Und die zugehörige Publikation, Herausgegeben von Lisa Marei Schmidt und Kerstin Wittmann-Englert, ist im Verlag Wasmuth und Zohlen erschienen. Mit Beiträgen unter anderem von Gabi Dolff-Bonekämper, Niklas Maak, Anh-Linh Ngo und Berlins Landeskonservator Christoph Rauhut. Sie meinen, mehr Düttmann war nie? Och.. tatsächlich ist dies die erste Publikation über den gebürtigen Kreuzberger seit 1990! (db, 6.3.21)

Berlin, Wohnhäuser Hedemannstraße/Friedrichstraße (Bild: Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0)