Ehem. Bundesrechnungshof: Teilabriss

Ein Teil wird fallen: Der ehemalige Bundesrechnungshof in Frankfurt/Main (Bild: R. Meinecke, Wikipedia GFDL 1.2)
Ein Teil wird fallen: der ehem. Bundesrechnungshof in Frankfurt/Main (Bild: R. Meinecke, Wikipedia GFDL 1.2)

Seit über 15 Jahren steht der ehemalige Bundesrechnungshof in der Frankfurt Innenstadt leer. Der 1955 nach einem Entwurf von Werner Dierschke und Friedel Steinmeyer errichtete Stahlskelettbau ist seit den Neunzigern denkmalgeschützt, gleichwohl in der Bausubstanz stark angegriffen. Womöglich war auch dies ein Grund, wieso sich die Investoren in den vergangenen Jahren die Klinke in die Hand gaben: Außer der zerstörerischen „Schadstoffsanierung“ eines angrenzenden, nicht geschützten Fünfziger-Jahre-Baus geschah über Jahre nichts mit dem Großbau nahe der Paulskirche.

Nun kommt Bewegung in die Sache – und wie so oft startet sie mit einem Abriss: Alle nicht geschützten Gebäude und auch der westliche Trakt des Bundesrechnungshofs fallen im Frühjahr 2015. Sie sollen den „Kornmarkt-Arkaden“ nach Entwurf des Frankfurter Architekten Jürgen Engel Platz machen. Die abgebildeten Teile des Altbaus werden originalgetreu saniert, wie der Bauherr, die OFB-Projektentwicklung, bestätigte. Man sei bereits mit mehreren potentiellen Mietern im Gespräch, so Projektentwickler Michael Gunterdorf zur Frankfurter Rundschau. Für das Frankfurter Denkmalamt endet damit eine jahrelange Hängepartie um den Klinker-Bau: Aufgrund seiner schlechten Substanz hatte man bereits mehrfach von Abbruch gesprochen. (db, 11.10.14)