1957 entwarf Ehrlich den komplettierungsfähigen Möbeltypensatz „602“ für die Deutschen Werkstätten Hellerau (Bild: DAZ)

ehrlichmonument

Er schuf er den Schriftzug „Jedem das Seine“ am Tor vom KZ Buchenwald. Doch der Architekt und Designer Franz Ehrlich (1907-84) war mehr als das: Bauhaus-Schüler und zeitweise Mitarbeiter im Büro von Walter Gropius, wegen seiner Nähe zum Kommunismus Häftling und Teil des „Baubüros“ des KZs Buchenwald, später Modernist im Stalinismus und Nonkonformist in der DDR. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen – neben jedem Schriftzug im KZ Buchenwald – das Rundfunkhaus in der Nalepastraße in Berlin und der Möbeltypensatz 602 der Deutschen Werkstätten Hellerau.

Das DAZ (Deutsches Architektur Zentrum, Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, 10179 Berlin) zeigt nun „ehrlichmonument“, eine Installation von Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer und Frieder Bohaumilitzky. Diese besondere Auseinandersetzung mit Ehrlichs Leben udn Werk entstand im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG geförderten und an der HFBK Hamburg durchgeführten Forschungsprojektes „Franz Ehrlich. Biographie und Werkverzeichnis“. Die Eröffnung von „ehrlichmonument“ wird am 7. Juni um 19 Uhr gefeiert, im Anschluss ist die Installation ist bis zum 29. Juli zu sehen. Im Rahmenprogramm sind ein Festival und eine Exkursion vorgesehen. (kb, 7.6.18)

1957 entwarf Ehrlich den komplettierungsfähigen Möbeltypensatz „602“ für die Deutschen Werkstätten Hellerau (Bild: DAZ)