Ein Blick auf Günther Domenig

"Gebirge" am Ufer des Ossisacher Sees: Das Steinhaus von Günther Domenig. Foto: H.P. Schäfer
„Gebirge“ am Ossisacher See: das Steinhaus von Günther Domenig (Bild: H.P. Schäfer)

Der Architekt Günther Domenig (1934-2012) gehörte zu den bedeutendsten öster­reichischen Archi­tekten des 20. Jahr­hunderts. Das Haus der Archi­tektur in Graz zeigt in der Aus­stellung „Ein anderer Blick“ bis zum 31. August 2014 acht aus­gewählte Bauten, die vom Foto­grafen David Schreyer 2013 und 2014 aufgenommen wurden. Konsequent durchlief der in Klagenfurt geborene Baukünstler unterschiedliche baukulturelle Strömungen. Hauptsächlich wird sein Oevre dem Dekonstruktivismus zugerechnet. Das Architekturzentrum „Steinhaus“ (1980) in Steindorf am Ossisacher See zählt zu seinen bekanntesten Werken.

Domenig, der von 1980 bis 2000 die Professur am Institut für Gebäudelehre der TU Graz innehatte, verstand Architektur als Gesamtkunstwerk und politisches Statement. Zahlreiche Bauten im In- und Ausland, darunter das Dokumentationszentrum auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände (1998), dazu Zeichnungen und Theorietexte, dokumentieren die Vielfalt seines Werks. Die Schau in Graz wirft anlässlich seines achtzigsten Geburtstags einen anderen Blick auf sein Schaffen. (db, 29.7.14)