Duisburg, St. Barbara (Bild: Christian Huhn/Big Beautiful Buildings)

Ein Hoch auf St. Barbara

Gute Architektur sollte besonders gewürdigt werden. Genau dies übernimmt aktuell die ECHY-Aktion „Big Beautiful Buildings“ in NRW für die Schönheiten der Nachkriegsmoderne. Am 26. August 2018 ist die Duisburger Kirche St. Barbara an der Reihe, als „schönes großes Gebäude“ ausgezeichnet zu werden. Der katholische Gottesdienstraum entstand 1964 nach Entwürfen des Architekten Toni Hermanns in einer Siedlung für die Arbeiter der benachbarten Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG. Das Betonschalen-Dach, die Glasgestaltung des Künstlers Joachim Klos, die Nähe des Gemeinderaums zum Altar machen diese Kirche zu einem sprechenden Zeugen der liturgischen wie architektonischen Aufbruchsbewegung rund um das Zweite Vatikanische Konzil.

2011 wurde die Kirche entwidmet, seitdem steht sie leer. Für die zukünftige Nutzung des seit 2013 denkmalgeschützten Bauwerks gibt es aktuell keine Pläne. Am 26. August soll es neu in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt werden. Auf dem Programm steht zunächst ein Vortrag von Hiltrud Kier, der ehemaligen Stadtkonservatorin und Generaldirektorin der Museen Köln, über den modernen Kirchenbau an Rhein und Ruhr. Im Anschluss wird der „Big-Beautiful-Building-Award“ durch Tim Rieniets, Geschäftsführer StadtBauKultur NRW, überreicht an Johannes Mehring, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Peter. (kb, 25.8.18)

Duisburg, St. Barbara (Bild: Christian Huhn/Big Beautiful Buildings)