Köln, WDR-Arkaden (Bild: © Raimond Spekking, CC BY SA 4.0)

Eine „nicht-abzuschliessende“ Epoche?

Es ist uns eine Ehre und ein Vergnügen, als Medienpartner den Call for Papers/Call for Posters „Denkmal Postmoderne“ zu vermelden, der heute von der Bauhaus-Universität Weimar gemeinsam mit der ETH Zürich ausgerufen wurde. Es geht um nicht weniger als um die „Erhaltung einer ’nicht-abzuschliessenden‘ Epoche“. Denn wie bei jeder Stil wandelt sich mit dem wachsenden zeitlichen Abstand aktuell gerade auch die Wahrnehmung der Architektur der 1980er und 1990er Jahre. Was für die einen mit vorgeblendeten Säulen und allerlei historisierendem Zierrat in Richtung Kitsch rückt, ist für Bauhistoriker:innen und Denkmalpfleger:innen das kommende Arbeitsfeld. Die in den Blick genommenen Jahrzehnte wurde geprägt von den Folgen der Energiekrisen der späten 1970er und wirkten hinein bis in eine Neubestimmung der alten Ost-West-Konfrontation nach 1989/91.

Die Tagung ist geplant für den 3. bis 5. März 2022 in Weimar und will sich konzentrieren auf das „Erbe der postmodernen Architektur und des postmodernen Städtebaus der 1970er bis 1990er Jahre mit einem Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum“. Ein besonderer Blick liegt auf den Fragen der Denkmalerfassung und dem denkmalpflegerischen Umgang mit dieser Epoche. Noch werden Themenvorschläge für Redebeiträge und Poster gesucht, möglich sind z. B. diese Schwerpunkte: Was sind Gemeinsamkeiten, was regionale Besonderheiten dieser Architektur? Wie verhält sich der Überbegriff Postmoderne zu möglichen Unterkategorien wie Kontextualismus, Regionalismus und Historismus? Wie lassen sich die zu erhaltenden Werte herausarbeiten und in eine breitere Öffentlichkeit vermitteln? Vorschläge in der Form eines Abstracts (max. 3.500 Zeichen/inkl. Leerzeichen für Papers bzw. max. 2.000 Zeichen/inkl. Leerzeichen für Poster) und eines kurzer Lebenslauf können bis zum 25. Juli 2021 für Papers bzw. bis zum 30. September 2021 für Poster gesendet werden an Kirsten Angermann (kirsten.angermann@uni-weimar.de) bzw. Matthias Brenner (brenner@arch.ethz.ch). (kb, 25.6.21)

Veranstalter sind die Bauhaus-Universität Weimar, Professur für Denkmalpflege und Baugeschichte, Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, und die ETH Zürich, Professur für Konstruktionserbe und Denkmalpflege, Prof. Dr.-Ing. Silke Langenberg – mit Unterstützung der Wüstenrot-Stiftung, in Medienpartnerschaft mit moderneREGIONAL, nach einer Konzeption von Kirsten Angermann. Den detaillierten Call kann man online abrufen.

Köln, WDR-Arkaden (Bild: © Raimond Spekking, CC BY SA 4.0)