Potsdam, Restaurant Minsk (Grafik: Katja Chudoba, Studio114.de, Potsdam)

Eine Perspektive für das Minsk?

„Der Brauhausberg zu Potsdam wird in vielen Quellen und Reisebeschreibungen als eine der wichtigsten Landmarken im Stadtraum beschrieben (…). Seine stadtseitige Ansicht wurde im Zuge der Neugestaltung nach dem Krieg von zwei prägnanten Sonderbauten der Nachkriegsmoderne – Schwimmhalle (1971) und Terrassenrestaurant Minsk (1977) – bildhaft neu geprägt.“ So bringt es der Offene Brief auf den Punkt, den ostmodern.org heute mit 35 Erstunterzeichnern veröffentlicht hat. Adressaten sind die Stadtverordneten, die Stadtverwaltung und städtischen Tochtergesellschaften Potsdams. Mit ihrer Aktion wollen die Unterzeichner den vollständigen Verlust der ostmodernen Brauberg-Gestaltung verhindern. Denn, nachdem die Schwimmhalle bereits weichen musste, sieht es nun schwarz aus für das verbliebene, inzwischen leerstehende Minsk.

„Aus unserer Sicht gehört das Minsk unter den Bauten der Potsdamer Nachkriegsmoderne zur obersten Riege der wenigen Leitbauten – auch wenn der heutige Eindruck die Qualitäten etwas vergessen lassen mag“ – so die Argumentation. Alternativen/alternative Bieter für einen Erhalt hätte es seit Jahren gegeben und bestünden grundsätzlich weiterhin. Hintergrund der Aktion ist die bevorstehende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 11. April 2018. Hier sollen die Stadtverordneten, so der Appell, Konzepte bevorzugen, „die eine (zumindest teilweise) öffentliche Nutzung des Gebäudes vorsehen!“ Unter den Erstunterzeichnern findet sich auch das Herausgeberteam von moderneREGIONAL. (db/kb/jr, 6.4.18)

Offener Brief als pdf-Download

Potsdam, Restaurant Minsk (Grafik: Katja Chudoba, Studio114.de, Potsdam)