Ernst Maria Lang ist tot

Lang entwarf u. a. die Münchener Studentenstadt Freimann (1960-78) (Bild: church of emacs)
Lang entwarf u. a. die Münchener Studentenstadt Freimann (1960-78) (Bild: church of emacs)

Bekannt wurde Ernst Maria Lang (1916-2014) als langjähriger Karikaturist des Bayerischen Rundfunks (BR). Weniger bekannt sind die architektonischen Werke des gebürtigen Oberammergauers, der wegen einer kritischen Kariaktur aus der Hitlerjugend ausgeschlossen wurde. Nach dem Krieg studierte Lang an der Technischen Hochschule München, wo er noch bis 1949 als Assistent arbeitete. In diesen Jahren engagierten ihn auch die Süddeutsche Zeitung und der BR als Karikaturist. „Immer warmherzig und von Scharfsinnigkeit geprägt“, so beschreibt Ulrich Wilhelm, Intendant des BR, die Zusammenarbeit mit Lang.

Seit 1950 wirkte Ernst Maria Lang ebenfalls als Architekt und prägte München durch Bauten wie die Pfarrkirche St. Andreas im Schlachthofviertel (1953), die Studentenstadt Freimann (1960-78), die Parkstadt München-Solln (1965-67), das Hacker-Zentrum an der Theresienhöhe (1969-71) und das Pfarrzentrum St. Ansgar (1981-83). Von 1961 bis 1981 leitete er das Münchener Berufsbildungszentrum für Bau und Gestaltung. Es folgten zahlreiche Ehrungen: (Ehren-)Präsident der Bayerischen Architektenkammer, Mitglied im Rundfunkrat des BR, Ehrensenator der TU München, Träger des Theodor-Wolff-Preises für Karikatur sowie der Bayerischen Staatsmedaille. Am 1. August 2014 verstarb Erich Maria Lang im Alter von 97 Jahren in München. (kb, 5.8.14)