Das Bedauern in den Facebook-Kommentaren ist groß, die Hamburger:innen werden ihre haushohen „Grindelkatzen“ an der fast fensterlosen Brandwand am Grindelberg in Hamburg-Harvestehude vermissen. Das ansonsten schmucklose Haus wird saniert, das Wandbild muss erstmal weichen und soll dann, mit Veränderungen, wieder an den Hausgiebel gemalt werden. 1983 hatte es der Künstler, Journalist und Gründer der Gesellschaft für Europäische Kommunikation, Georges-Louis Puëch (1938–2002), Träger des Titels eines Ritters der Ehrenlegion, für seine Bemühungen um die deutsch-französische Freundschaft in Harvestehude realisiert.

20 Meter hoch ist das Bild und zeigt zwei grau-weiß gestreifte Katzen vor einem geöffneten Fenster. Die eine blickt aufmerksam die Betrachter:innen, den Verkehr und den Stadtraum an, die andere hat sich gemütlich schlafend eingerollt und wird nun auch nicht mehr aufwachen. Im Hintergrund der Katzen scheinen die Alster und die markante Silhouette der Türme der Hansestadt durch das Fenster. Das für die Zeit der frühen 1980er Jahre so typische Wandbild gehört zu den berühmten Klassikern der urbanen Fassadenmalerei, auch über Hamburg hinaus, und gilt als Identifikationsmotiv des Ortes. Über eine Anerkennung als Denkmal wurde zwar diskutiert, leider aber negativ beschieden. (pk, 17.1.26)

Hamburg-Harvestehude, Grindelberg, Oberstraße 2, Wandbild Grindelkatzen, Künstler: Georges-Louis Puëch, 1982 (Bild: Yvonne Siegmund, 2025)

Hamburg-Harvestehude, Grindelberg, Oberstraße 2, Wandbild Grindelkatzen, Künstler: Georges-Louis Puëch, 1982 (Bild: Yvonne Siegmund, 2025)

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