Es folgt: Die Werbung

Continental-werbung (Bild Railweh 10, cc-by-sa-3.0)
Das ideale Accessoire zur autogerechten Stadt (Bild: Railweh 10, cc-by-sa-3.0)

Nur echt mit 52 Zähnen – diesen Slogan eines Hannoveraner Plätzchenbäckers kennt wohl jeder. Und dies ist nicht die einzige Werbung aus der niedersächsischen Hauptstadt, die im Kopf der Vor- und Nachkriegsgenerationen geblieben ist. Auch Firmen wie Continental, Pelikan oder Sprengel machten mit breit angelegten Kampagnen auf ihre Produkte aufmerksam.

Die Ausstellung „Reklamekunst aus Hannover“ lässt Klassiker der Werbung aus den Jahren 1900 bis 1970 Revue passieren, die Produkte aus der Stadt an der Leine anpriesen. Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnete sich in Deutschland mit der Werbung ein neues Berufsfeld für Gafiker und Designer. Dabei war keineswegs ausgemacht, dass Reklame nur eine Banalität des Alltags sei. Viele sahen in ihr vielmehr eine potentiell anspruchsvolle Form der angewandten Kunst. Die Ausstellung versammelt Werbung nach Entwürfen von Künstlern aus Hannover, aber auch von renommierten Ge­brauchsgrafikern aus ganz Deutschland, unter anderem Änne Koken, Ferdy Horrmeyer und Paul Rademacher und Martel Schwichtenberg. Sie ist bis zum 29. Januar 2017 im Museum August Kestner zu sehen. (jr, 3.10.16)