Dresden, Relief am "Neustadttunnel", 1977 (Bild: Tanja, CC BY SA 3.0)

Etappensiege muss man feiern

Etappensiege muss man feiern

Dresden, Relief am "Neustadttunnel", 1977 (Bild: Tanja, CC BY SA 3.0)
Relief „Alten-Dreßden um 1700“ von Egmar Ponndorf am Neustadttunnel, 1977 (Bild: Tanja, CC BY SA 3.0)

Heute früh gibt es gleich zwei gute Nachrichten: In Dresden besteht Hoffnung für eine Fußgängerunterführung und in Potsdam für das Mercure-Hotel. Aber der Reihe nach: „Der Stadtrat hat gestern mit 35 zu 32 Stimmen gegen die Verfüllung des Tunnels am Neustädter Markt gestimmt“, so melden heute das „Neustadtgeflüster“ und ähnlich die Neuen Dresdener Nachrichten. SPD, FDP, Linke und AfP hatten sich, als es eigentlich nur noch um den Auftrag fürs Verfüllen des Tunnels aus dem Jahr 1976 ging, widersetzt. Damit sollten Hochwasser- und Verkehrsprobleme gelöst werden. Die „Verfüllungsgegner“ sehen ein Stück Lebensqualität für Fußgänger und ein Stück Stadtgeschichte gefährdet, schmücken doch vier denkmalgeschützte Reliefs vier Dresdener Bildhauer den Tunnel.

Und Potsdam? Hier nahm das Bürgerbegehren gegen den Abriss u. a. des Mercure-Hotels (ehemaliges Inter-Hotel) bereits locker die 10.000er-Hürde, meldet die Märkische Allgemeine Zeitung. Es sieht also gut aus für die Landmarke von 1969, die Rekonstruktionsplänen am Lustgartengelände im Wege steht. Auch die „Große Anfrage“, mit der SPD, CDU/ANW und Grüne den Stadtverordneten ihre Argumente pro Abriss vorlegen wollen, verzögert sich aus Zeit-/Verwaltungsgründen. Eine Chance für die Initiative „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte“, bis September ihr Ziel von 14.000 Stimmen hereinzuholen. (kb, 13.5.16)