Der 1883 bis 1888 errichtete Frankfurter Hauptbahnhof gehört zu den bedeutendsten deutschen Bahnbauten der Neorenaissance. Doch unterm Pflaster liegt der Beton: 1978 wurde die sogenannte B-Ebene, eine Ladenpassage über den Zugängen zu U- und S-Bahn eingeweiht, die ebenfalls in jenem Jahr den Betrieb aufnahmen. 36 Jahre später ist der Lack ab. Die B-Ebene ist zu großen Teilen verwaist; außer einigen Back-Shops und Zeitschriftenläden bietet hier niemand mehr Konsumgüter feil.

Anfang 2016 soll nun die Rundumerneuerung des heruntergekommenen Einkaufsareals starten: Seit Jahrzehnten ungenutzte Keller unter der großen Eingangshalle (Bild) machen dann der Erweiterung des Ladenbereichs in den historischen Bahnhof hinein Platz. Rund 1000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche, nach oben zur Halle geöffnet, sollen bis Anfang 2019 entstehen. Vorbild dieser Shopping-Meile ist der sanierte Leipziger Hauptbahnhof. Das Eisenbahnbundesamt muss den rund 135 Millionen teuren Umbau jedoch noch genehmigen. (db, 14.10.14)

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