Fehmarnsundbrücke (Bild: Manfred Kopka, CC BY SA 4.0, 1975)

Fehmarnsundbrücke: Sanieren oder ersetzen?

Die Fehmarnsundbrücke ist in der Diskussion: Die 963 Meter lange Konstruktion (mit weiteren 337 Metern für die Rampen) verbindet seit 1963 die Ostseeinsel mit dem Festland. Auto und Eisenbahn nutzen die Querung gemeinsam, doch die Besonderheit des – von den Ingenieuren G. Fischer, T. Jahnke und P. Stein mit dem Architekten G. Lohmer gestalteten – Baukunstwerks ist der Netzwerkbogen: einer der ersten seiner Art, zudem äußerst dekorativ, was die Brücke rasch zum Wahrzeichen machte. Zuletzt wurde sie mit dem Denkmalschutz bedacht und zu ihrem 50-jährigen Jubiläum mit einer eigenen Briefmarke geehrt.

Seit den frühen 2010er Jahren wird über eine Sanierung diskutiert. In diesen Tagen beginnt die Bundesbahn mit der Maßnahme. Schwachpunkt der ehrgeizigen Konstruktion sind die Stahlseile, die Rost angesetzt haben. Roboter sollen an ihnen entlang eine Schutzschicht auftragen. Einzelne Seile werden mittelfristig ganz ausgetauscht. Parallel ist vom Bau einer neuen Sund-Querung die Rede, um u. a. den wachsenden Güterverkehr abzufangen, Diskutiert werden mehrere Varianten: eine Brücke oder mehrere Brücken, ein Tunnel evtl. mit mehreren Röhren, vielleicht eine Kombination als allem. Der bestehende Brückenbau könnte z. B. für den Fußgängerverkehr reserviert und damit erhalten bleiben. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Kulturdenkmals steht daher noch aus. (kb, 12.9.19)

Fehmarnsundbrücke (Bild: Manfred Kopka, CC BY SA 4.0, 1975)