Im zentrumsnahen Frankfurter Stadtteil Bornheim – „Bernem“, wie der geneigte Hesse zu kauderwelschen pflegt – gibt es kein eigenes Postamt mehr. Das bis dato bestehende und stets völlig überlaufene in der Saalburgallee hat Ende Mai 2025 geschlossen. Grund war der endende Mietvertrag, den die Post (früher Eigentümer des Baus) zwar gerne verlängert hätte, doch der heutige Besitzer war dazu nicht mehr bereit: Bereits seit 2014 gehört der um 1971 errichtete Waschbetonriegel dem Immobilienentwickler Arthur Wiener. Er plant an dieser Stelle mehrere Neubauten mit Wohnungen. Seit einigen Tagen sind nun die Abrissarbeiten im Gang – zumindest im Inneren, wie Anwohner:innen der Frankfurter Rundschau berichteten.

Was auf den Spätmoderne-Bau folgen wird, lässt sich nur vermuten, da der (vermutliche) Bauherr als -vorsichtig ausgedrückt – schweigsam gilt. Das Frankfurter Büro Scharnberger Architekten und Ingenieure hat jedenfalls schon 2016 einen Neubau visualisiert, der nach wie vor auf der Homepage als Projekt angekündigt ist. Demzufolge sollen 136 Wohnungen in acht mitenander verbundenen Häsern entstehen. Ob im offensichtlich als Geschäftszone geplanten Erdgeschoss wieder eine Postfilliale öffnet, ist nicht bekannt. Zunächst verschwindet erst einmal der begnadet schroffe Büroriegel, der den Geist der 1970er Jahre so konsequent wie nur wenige andere Gebäude im Viertel verkörpert. Die Abrissgenehmigung liegt bereits seit 2014 vor. (db, 7.2.26)

Frankfurt, Postamt Saalburgallee 2014 (Bild: Schmittchen, Deutsches Architektur Forum)

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