Florence Knoll Bassett (Bilder: Knoll Archive)

Die Designikone Florence Knoll Bassett ist tot

Aus Übersee erreichten uns traurige Nachrichten. Im Alter von 101 Jahren verstarb am 25. Januar in Coral Gables in Florida Florence Knoll Bassett. Die Pionierin des amerikanischen Designs galt als die letzte Vertreterin des Kreises um Eero Saarinen, Charles und Ray Eames und Harry Bertoia, der Mitte des letzten Jahrhunderts einen Klassiker nach dem anderen hervorbrachte. Die junge Florence lernte bei Eliel Saarinen, Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe. In den 1940er Jahren heiratete die Architektin den aus Stuttgart stammenden Möbelfabrikanten Hans Knoll. Nicht nur im Privaten ein Glückstreffer. Er als begabter Geschäftsmann, sie als kreativer Kopf der Designabteilung, machten aus dem kleinen Betrieb „Hans G. Knoll Furniture Company“ eine Weltmarke.

Nach seinem Unfalltod im Jahr 1955 leitete sie die Geschicke des Unternehmens und erfand, ganz nebenbei, den modernen, bis heute gültigen Bürotypus. Zu ihrem Freundeskreis zählten Größen wie Le Corbusier, Frank Lloyd Wright und Walter Gropius. An Florence Knoll kam in jenen Jahren keiner vorbei, der sich mit Gestaltung beschäftigte. Dies hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Spätestens mit Serien wie „Mad Men“ avancierte ihr minimalistisch sleeker Stil wieder zum State of the Art. (kb, 30.1.19)

Florence Knoll Bassett (Bilder: Knoll Archive)